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<journal-title>Zeitschrift f&#252;r Interkulturellen Fremdsprachenunterricht</journal-title>
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<issn pub-type="epub">1205-6545</issn>
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<publisher-name>Universit&#228;ts- und Landesbibliothek Darmstadt</publisher-name>
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<article-id pub-id-type="doi">10.48694/zif.3832</article-id>
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<subject>Aufsatz zum themenschwerpunkt</subject>
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<article-title>Der Einsatz von Dhoch3-Studienmodul 9: &#8222;Diskursive Landeskunde/Kulturstudien Deutsch als Fremdsprache&#8220; an der Universit&#233; de Lom&#233; am Beispiel einer Blended Learning-Unterrichtseinheit f&#252;r das Germanistikstudium in Togo</article-title>
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<surname>Sansan</surname>
<given-names>Bissitena</given-names>
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<email>sansan_bissitena2000@yahoo.fr</email>
<xref ref-type="aff" rid="aff-1">1</xref>
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<aff id="aff-1"><label>1</label>D&#233;partement d&#8217;Etudes Germaniques, Universit&#233; de Lom&#233;</aff>
<pub-date publication-format="electronic" date-type="pub" iso-8601-date="2024-09-02">
<day>02</day>
<month>09</month>
<year>2024</year>
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<pub-date pub-type="collection">
<year>2024</year>
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<volume>29</volume>
<issue>2</issue>
<fpage>363</fpage>
<lpage>383</lpage>
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<copyright-year>2024</copyright-year>
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<abstract>
<p>Die Dhoch3-Angebote richten sich an Studieng&#228;nge f&#252;r Deutsch als Fremdsprache und Germanistik an Hochschulen au&#223;erhalb des deutschsprachigen Raums. An der <italic>Universit&#233; de Lom&#233;</italic> in Togo ist die Deutschabteilung mit einer Spezialisierung im Bereich Germanistik eingerichtet worden. In diesem Sinne wird im vorliegenden Beitrag daher f&#252;r die Einbindung von Dhoch3-Angeboten f&#252;r das Germanistikstudium an der <italic>Universit&#233; de Lom&#233;</italic> in Togo pl&#228;diert. Dabei wird dargestellt, wie eine Unterrichtseinheit anhand des an der Universit&#228;t Leipzig entwickelten Dhoch3-Studienmoduls 9: &#8222;Diskursive Landeskunde/Kulturstudien Deutsch als Fremdsprache&#8220; entwickelt werden kann, mit dem Anliegen ein Modell f&#252;r die Dozentinnen und Dozenten zur Planung einer Unterrichtseinheit zu entwerfen. Daf&#252;r werden methodisch-didaktische Prinzipien ber&#252;cksichtigt.</p>
</abstract>
<trans-abstract xml:lang="en">
<p><bold>The use of Dhoch3 study module 9: &#8220;Discursive regional studies/cultural studies of German as a foreign language&#8221; at the Universit&#233; de Lom&#233; using the example of a blended learning teaching unit for German studies in Togo</bold></p>
<p>The Dhoch3 offerings are aimed at German as a Foreign Language and German Studies programs at universities outside the German-speaking world. At the <italic>Universit&#233; de Lom&#233;</italic> in Togo, the German Department has been established with a specialization in German Studies. In this sense, this article therefore argues for the integration of Dhoch3 offerings for German studies at the <italic>Universit&#233; de Lom&#233;</italic> in Togo. In doing so, it will be shown how teaching units can be developed on the basis of the Dhoch3 study module 9: &#8220;Discursive regional studies / cultural studies of German as a foreign language&#8221; developed at the University of Leipzig, with the intention of designing a model for lecturers for planning teaching units. For this purpose, methodological-didactic principles will be taken into account.</p>
</trans-abstract>
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<kwd>Dhoch3-Studienmodul</kwd>
<kwd>Blended Learning</kwd>
<kwd>Universit&#233; de Lom&#233;</kwd>
</kwd-group>
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<kwd>Dhoch3 study module &#8211; blended learning</kwd>
<kwd>Universit&#233; de Lom&#233;</kwd>
</kwd-group>
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<sec>
<title>1 Einleitung</title>
<p>Die Germanistikabteilung der <italic>Universit&#233; de Lom&#233;</italic> bietet ein dreigliedriges Germanistikstudium an: Bachelor (3 Jahre), Master (2 Jahre) und Doktor (3 Jahre). Der Fokus des Studiums liegt auf Literatur- und Kulturwissenschaft. In den Curricula der Germanistikabteilung werden schon einige landeskundliche Module angeboten. Bei diesen landeskundlichen Modulen geht es vorwiegend um Daten, Namen, Zahlen und Fakten &#252;ber den deutschsprachigen Raum, Ereignisse insbesondere aus Geschichte, Geografie, Wirtschaft. Daraus l&#228;sst es sich feststellen, dass die aktuellen Lehrpl&#228;ne wenige M&#246;glichkeiten f&#252;r die Studierenden bieten, Materialien zu landeskundlichen Themen zu analysieren und zu beurteilen. Im Zusammenhang damit ist die Implementierung des Dhoch3-Moduls 9: <italic>Diskursive Landeskunde/Kulturstudien Deutsch als Fremdsprache</italic> im Germanistikstudium in Togo sinnvoll, denn beim Fremdsprachenunterricht lernt man nicht nur die fremde Sprache, sondern es wird auch die Kultur des fremden Landes hervorgehoben (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B19">Tomkov&#225; 2007: 13&#8211;14</xref>). Die Fremdsprachendidaktik besch&#228;ftigt sich nicht nur mit den Inhalten von fremdsprachlichen Lehr- und Lernprozessen, sie entwickelt nicht nur Konzepte f&#252;r deren Vermittlung und liefert nicht nur Hinweise auf die methodische Gestaltung des Fremdsprachenunterrichts, sondern sie analysiert die gesellschaftlichen und kulturellen sowie sprachlichen Rahmenbedingungen des Fremdsprachenlernens (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B5">Demsar 2014: 24</xref>). Altmayer/Hamann/Magosch/Vondran/Zabel (<xref ref-type="bibr" rid="B1">2023: 9&#8211;10</xref>) vertreten auch die Meinung, dass der Fremdsprachenunterricht die Lernenden nicht nur darauf vorbereiten sollte, Alltagssituationen zu bew&#228;ltigen, er sollte sie vielmehr zur aktiven und m&#252;ndigen Teilhabe an den in der betreffenden Sprache gef&#252;hrten Diskursen bef&#228;higen. Mit Bezug auf Bationo (<xref ref-type="bibr" rid="B4">2006: 167&#8211;168</xref>) l&#228;sst sich sagen, dass das Erlenen landeskundlicher und kultureller Kenntnisse eine grundlegende und unverzichtbare Aufgabe im Fremdsprachenunterricht ist (<xref ref-type="bibr" rid="B4">Bationo 2006: 167&#8211;168</xref>).</p>
<p>In der vorliegenden &#220;berlegung werden daher die M&#246;glichkeiten der Implementierung des an der Universit&#228;t Leipzig entwickelten Dhoch3-Moduls 9 an der Deutschabteilung der Universit&#233; de Lom&#233; analysiert. Zun&#228;chst wird kurz auf das Dhoch3-Studienmodell 9 eingegangen. Danach wird gezeigt, wie das Modul 9 didaktisch sinnvoll f&#252;r die Studierenden der <italic>Universit&#233; de Lom&#233;</italic> eingesetzt werden kann. Im Anschluss daran wird auf Vorschl&#228;ge f&#252;r die Implementierung dieses Moduls eingegangen.</p>
</sec>
<sec>
<title>2 Zentrale Begriffe</title>
<p>Im Kontext dieses Beitrags erscheint es sinnvoll, einige grunds&#228;tzliche Begriffe einzuf&#252;hren und zu definieren, die als theoretische Grundlage f&#252;r die nachfolgende Erarbeitung des Unterrichtsentwurfs von gro&#223;er Bedeutung sind. Dazu z&#228;hlen grundlegende Begriffe wie diskursive Landeskunde, diskursive Landeskunde und Diskurs.</p>
<p>Es ist sinnvoll am Anfang zu erw&#228;hnen, dass man die ersten Spuren von Landeskunde schon am Ende des 19. Jahrhunderts findet (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B7">Jan&#225;&#269;kov&#225; 2017: 10</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B10">Klosowski 2018: 11</xref>). In dieser Zeit war Landeskunde ein eigenst&#228;ndiges Fach, in dem der Erwerb vom Faktenwissen im Bereich der Geschichte, Geografie, Soziologie, Politik und Wirtschaft relevant war (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B12">Livnjak 2020: 17</xref>). Im Zusammenhang damit betrachtet Psychou (<xref ref-type="bibr" rid="B15">2019: 8</xref>) Landeskunde als die Vermittlung von kulturellen und materiellen Informationen &#252;ber das Land, die Region und die Sprache. Die Vermittlung der Kenntnisse &#252;ber Land und Leute spielte dabei aber eine sehr wichtige Rolle. Diese Art der Landeskundevermittlung nennt man kognitive oder faktische Landeskunde (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B20">Zsuzsa 2017: 7</xref>). Mit der Entwicklung von Landeskunde kam es zu Ver&#228;nderungen ihrer Aufgabe und Rolle im Fremdsprachenunterricht. Heutzutage wird jedoch eine andere Seite der Landeskunde dargestellt. Laut Altmayer et al. (<xref ref-type="bibr" rid="B1">2023</xref>) sollen die Inhalte der Landeskunde stets wieder neu bestimmt werden und dies in der Form eines Diskurses zwischen unterschiedlichen Personen. Dazu ist die Verbindung mit der Sprache erforderlich. Das Lernen von Faktenwissen &#252;ber L&#228;nder ist kein Hauptziel mehr (vgl. ebd.). Sitten, Br&#228;uche und Alltagsthemen werden thematisiert und mit der eigenen Kultur verglichen. Das Ziel ist es, durch das Reflektieren &#252;ber eigene Kultur auch etwas &#252;ber die fremde Kultur zu lernen und sie als solche zu akzeptieren (vgl. ebd.). In diesem Kontext fordert Altmayer et al. (<xref ref-type="bibr" rid="B1">2023: 8</xref>) einen Paradigmenwechsel innerhalb des Faches Deutsch als Fremdsprache in Bezug auf die Vermittlung von Kultur.</p>
<p>In den ABCD-Thesen wird die Landeskunde als &#8222;ein Prinzip, das sich durch die Kombination von Sprachvermittlung und kultureller Information konkretisiert und durch besondere Aktivit&#228;ten &#252;ber den Deutschunterricht hinauswirken soll, z.B. durch Austausch und Begegnung&#8220; definiert (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B13">Nam 2018: 8&#8211;9</xref>; <xref ref-type="bibr" rid="B14">Oborovi&#263; 2013: 10</xref>). Landeskunde f&#246;rdert damit den kulturellen Austausch und die Verst&#228;ndigung zwischen den Menschen. Im Kontext von Landeskunde sollen die Studierenden dabei im souver&#228;nen Umgang mit fremden Kulturen geschult und sensibilisiert werden, um letztendlich auch Vorurteile abzubauen. Sie sollen daher m&#246;gliche Strategien zur kulturellen Auseinandersetzung erlernen (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B15">Psychou 2019: 12</xref>).</p>
<p>Laut Altmayer et al. (<xref ref-type="bibr" rid="B1">2023: 11</xref>) soll die diskursive Landeskunde die folgenden sprachbezogenen Kernkompetenzen f&#246;rdern, die zusammengenommen Diskurskompetenz als &#252;bergeordnetes Lernziel ausmachen:</p>
<list list-type="bullet">
<list-item><p>Die F&#228;higkeit von Fremdsprachenlernenden, an Bedeutungskonstruktionen in der Fremdsprache mitwirken, diese erweitern und hinterfragen zu k&#246;nnen,</p></list-item>
<list-item><p>die F&#228;higkeit, Diskurspluralit&#228;t, d.h. das Neben- und Gegeneinander unterschiedlicher Positionen, Perspektiven und Meinungen im Diskurs, anzuerkennen und auszuhalten, und</p></list-item>
<list-item><p>die F&#228;higkeit, die Praktiken der Bedeutungsproduktion im Diskurs zu durchschauen.</p></list-item>
</list>
<p>Der Ausbau dieser F&#228;higkeiten soll durch folgende methodisch-didaktische Prinzipien beg&#252;nstigt werden:</p>
<list list-type="bullet">
<list-item><p>Auswahl m&#246;glichst authentischer und vielseitiger Texte und Textsorten, die in den jeweiligen thematischen Diskursen auffindbar sind.</p></list-item>
<list-item><p>Auswahl von multiperspektivischen Texten, die die Pluralit&#228;t von Bedeutungen und Diskurspositionen deutlich machen.</p></list-item>
<list-item><p>Subjektorientierung und Ausrichtung an erwachsenen Lernenden, die durch ihre Sozialisation in bestimmten Diskursen immer schon (Vor-) Wissen (in Form von kulturellen Mustern), aber auch Interessen, Standpunkte bzw. Diskurspositionen mitbringen. Diese sollten als Grundlage des Lernprozesses ernst genommen und an diese sollte angekn&#252;pft werden.</p></list-item>
<list-item><p>Problemorientierung, d.h. die potentielle Schaffung von &#8218;Irritationsmomenten&#8216; (auch durch mehrdeutige, widerspr&#252;chliche Wirklichkeitsdarstellungen im Material). Lernende sollen die M&#246;glichkeit haben, sich selbst (echte) Fragen zu stellen und dadurch subjektiv relevante Lerngegenst&#228;nde auszugliedern. Dies erm&#246;glicht es, sich eigener, neuer und anderer kultureller Muster und Diskurspositionen bewusst zu werden.</p></list-item>
<list-item><p>Verwendung vielf&#228;ltiger Sozialformen und Methoden, die &#8218;offen&#8216; sind f&#252;r (echte) Fragen und Antworten der Lernenden, d.h. deren subjektiven rezeptiven und produktiven Bedeutungskonstruktionen in der Auseinandersetzung mit und also Teilhabe an Diskursen. (vgl. Altmeyer et al. 2023: 11)</p></list-item>
</list>
</sec>
<sec>
<title>3 Aufbau und Inhalte des Dhoch3-Moduls 9: &#8222;Diskursive Landeskunde/Kulturstudien Deutsch als Fremdsprache&#8220;</title>
<p>Zwischen 2016 und 2022 wurden die Module 1 bis 10 von Dhoch3 entwickelt (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B6">Fathy/Buchholz 2023: 15</xref>). Das Angebot richtet sich weltweit an Hochschullehrende und Studierende auf Masterniveau (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B3">Ballweg/Riemer 2023: 73</xref>). Im Rahmen der Modulentwicklung wurde ber&#252;cksichtigt, dass das Themenfeld des Moduls in den Germanistik- und DaF-Studieng&#228;ngen in der Regel kaum oder gar nicht vermittelt wird und daher ebenso wenig grundlegendes Wissen auf der Seite der Studierenden und Lehrenden vorausgesetzt werden kann (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B6">Fathy/Buchholz 2023: 15</xref>).</p>
<p>Das Modul 9 <italic>Diskursive: Landeskunde/Kulturstudien Deutsch als Fremdsprache</italic>, das an der Universit&#228;t Leipzig entwickelt wurde, beschreibt die wichtigsten Grundprinzipien der Kulturstudien bzw. der diskursiven Landeskunde aus den praxisbezogenen Erfahrungen und in ihren zentralen theoretischen S&#228;ulen. Die Autorinnen und Autoren dieses Moduls begr&#252;ndet dies wie folgt:</p>
<disp-quote>
<p>Es soll sichtbar gemacht werden, warum wir &#252;berhaupt kulturelle Aspekte beim Sprachelernen ben&#246;tigen, worin diese bestehen, wie man sie beschreiben kann, welche Herausforderungen f&#252;r Lernende des Deutschen als Fremdsprache damit verbunden sind und warum wir mit den bisherigen Konzepten hier nicht weiterkommen. Konkret soll es um den Zusammenhang von Sprache und Kultur, um die vorliegenden Konzepte von Landeskunde und Interkulturalit&#228;t und deren Grenzen, um die zentralen Begriff Kultur, Deutungsmuster und kulturbezogenes Lernen und um die Analyse und Entwicklung von Lehr- und Lernmaterialien f&#252;r kulturbezogenes Lernen zu ausgew&#228;hlten Themen gehen. (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B6">Fathy/Buchholz 2023: 15</xref>).</p>
</disp-quote>
<p>Vor diesem Hintergrund sieht Modul 9 insgesamt sechs Themenbereiche vor:</p>
<table-wrap id="T1">
<caption>
<p>Tab. 1: Themenbereiche des Dhoch3-Moduls 9</p>
</caption>
<table>
<tr>
<td align="center" valign="top">Thema</td>
<td align="center" valign="top">Kapitel</td>
<td align="center" valign="top"></td>
</tr>
<tr>
<td align="center" valign="top"><bold>1</bold></td>
<td align="left" valign="top"></td>
<td align="left" valign="top"><bold>Sprache und Kultur</bold></td>
</tr>
<tr>
<td align="center" valign="top"><bold>2</bold></td>
<td align="left" valign="top"></td>
<td align="left" valign="top"><bold>Landeskunde und Interkulturalit&#228;t</bold></td>
</tr>
<tr>
<td align="center" valign="top"></td>
<td align="left" valign="top">2.1</td>
<td align="left" valign="top">Konzepte der Landeskunde</td>
</tr>
<tr>
<td align="center" valign="top"></td>
<td align="left" valign="top">2.2</td>
<td align="left" valign="top">Was hei&#223;t eigentlich &#8218;interkulturell&#8216;?</td>
</tr>
<tr>
<td align="center" valign="top"><bold>3</bold></td>
<td align="left" valign="top"></td>
<td align="left" valign="top"><bold>Grundbegriffe der Kulturstudien</bold></td>
</tr>
<tr>
<td align="center" valign="top"></td>
<td align="left" valign="top">3.1</td>
<td align="left" valign="top">Kultur</td>
</tr>
<tr>
<td align="center" valign="top"></td>
<td align="left" valign="top">3.2</td>
<td align="left" valign="top">Deutungsmuster</td>
</tr>
<tr>
<td align="center" valign="top"></td>
<td align="left" valign="top">3.3</td>
<td align="left" valign="top">Diskurs</td>
</tr>
<tr>
<td align="center" valign="top"><bold>4</bold></td>
<td align="left" valign="top"></td>
<td align="left" valign="top"><bold>Unterrichten mit diskursiver Landeskunde</bold></td>
</tr>
<tr>
<td align="center" valign="top"><bold>5</bold></td>
<td align="left" valign="top"></td>
<td align="left" valign="top"><bold>Exemplarische Inhalte</bold></td>
</tr>
<tr>
<td align="center" valign="top"></td>
<td align="left" valign="top">5.1</td>
<td align="left" valign="top">Essen</td>
</tr>
<tr>
<td align="center" valign="top"></td>
<td align="left" valign="top">5.2</td>
<td align="left" valign="top">Was ist deutsch?</td>
</tr>
<tr>
<td align="center" valign="top"></td>
<td align="left" valign="top">5.3</td>
<td align="left" valign="top">Karten, Karten, Karten</td>
</tr>
<tr>
<td align="center" valign="top"></td>
<td align="left" valign="top">5.5</td>
<td align="left" valign="top">M&#252;l</td>
</tr>
<tr>
<td align="center" valign="top"><bold>6</bold></td>
<td align="left" valign="top"></td>
<td align="left" valign="top"><bold>Forschungspraxis der Kulturstudien</bold></td>
</tr>
<tr>
<td align="center" valign="top"></td>
<td align="left" valign="top">6.1</td>
<td align="left" valign="top">Kulturwissenschaftliche Fragestellungen in DaF/Z</td>
</tr>
<tr>
<td align="center" valign="top"></td>
<td align="left" valign="top">6.2</td>
<td align="left" valign="top">Forschungsmethoden I (Diskurse und Deutungsmuster)</td>
</tr>
<tr>
<td align="center" valign="top"></td>
<td align="left" valign="top">6.3</td>
<td align="left" valign="top">Forschungsmethoden II (Unterricht, Interview etc.)</td>
</tr>
<tr>
<td align="center" valign="top"></td>
<td align="left" valign="top">6.4</td>
<td align="left" valign="top">Forschungsmethoden III (Lehr- und Lernmaterialforschung)</td>
</tr>
</table>
<table-wrap-foot>
<fn><p>Quelle: Eigene Darstellung</p></fn>
</table-wrap-foot>
</table-wrap>
</sec>
<sec>
<title>4 Unterrichtsentwurf zum Thema &#8222;Essen in Deutschland: vegane Ern&#228;hrung und Klima&#8220;</title>
<p>Die vegane Ern&#228;hrung ist ein omnipr&#228;sentes Thema. Immer mehr Menschen entscheiden sich f&#252;r einen veganen Lebensstil. Am Beispiel des Themenbereiches Ern&#228;hrung, Gesundheit, Nachhaltigkeit und Klima wird mit dieser Unterrichtseinheit f&#252;r die Studierenden ein Raum geschaffen, in welchem sie sich selbst im Meinungspool positionieren, sich ihrer &#220;berzeugungen bewusst werden, gemeinsam Argumente aushandeln und Konsequenzen abw&#228;gen k&#246;nnen. Anhand des exemplarischen Beispiels wird die Reflexion &#252;ber den eigenen Platz in der Welt und die Verantwortung aller angeregt.</p>
<sec>
<title>4.1 Zielgruppe des Unterrichtsentwurfs</title>
<p>Die hier vorgelegte Unterrichtsreihe wird f&#252;r einen Kurs im Studienmoduls 9 <italic>Diskursive Landeskunde/Kulturstudien Deutsch als Fremdsprache</italic> f&#252;r das Germanistikstudium in Togo konzipiert. Dieses Modul wird in deutscher Sprache unterrichtet und richten sich vorrangig an Studierende des Masterstudiums <italic>de l&#8216;Universit&#233; de Lom&#233;</italic> (Togo). Der Unterricht ist auf 12 Unterrichtseinheiten konzipiert und die Inhalte werden auf Blended Learning-Szenarien verteilt.</p>
</sec>
<sec>
<title>4.2 Ziel der Unterrichtsstunde</title>
<p>Bei der Unterrichtsplanung m&#252;ssen klare Ziele gesetzt werden. Durch die Formulierung von Zielen werden die unterschiedlichen Interessen sichtbar, k&#246;nnen Vorhaben diskutiert und ein anzustrebendes Ergebnis festgelegt werden:</p>
<p>Die Studierenden</p>
<list list-type="bullet">
<list-item><p>k&#246;nnen fremde Standpunkte / Diskursposition verstehen;</p></list-item>
<list-item><p>k&#246;nnen Formen und Praktiken der Bedeutungsproduktion in der Fremdsprache (in Forenbeitr&#228;gen, Grafiken, Interviews, Fotos, Plakaten) erkennen;</p></list-item>
<list-item><p>k&#246;nnen Diskurspluralit&#228;t und alternative Diskurspositionen (an)erkennen</p></list-item>
<list-item><p>k&#246;nnen an der Bedeutungsproduktion in der Fremdsprache mitwirken (und diese erweitern);</p></list-item>
<list-item><p>kennen Wortschatz zu den Wortfeldern &#8218;vegane Ern&#228;hrung&#8216; und &#8218;Klima&#8216; und k&#246;nnen &#252;ber die Themen &#8218;vegane Ern&#228;hrung&#8216; und &#8218;Klima&#8216; sprechen;</p></list-item>
<list-item><p>k&#246;nnen die Inhalte der Texte und Videos zum Thema &#8222;vegane Ern&#228;hrung&#8220; verstehen;</p></list-item>
<list-item><p>k&#246;nnen Vorschl&#228;ge machen, wie man Klima sch&#252;tzen und Krankheiten vermeiden kann;</p></list-item>
<list-item><p>k&#246;nnen den Umgang mit &#8218;vegane Ern&#228;hrung&#8216; im eigenen Land beschreiben;</p></list-item>
<list-item><p>k&#246;nnen ein Projekt &#252;ber &#8218;vegane Ern&#228;hrung&#8216; entwerfen und durchf&#252;hren.</p></list-item>
</list>
<p>Im Zusammenhang damit verbessern die Studierenden ihre rezeptiven Fertigkeiten im Bereich der Texterschlie&#223;ung. Durch die Wortschatzarbeit zu Beginn der Stunde und das Beantworten von Fragen im Verlauf des Unterrichtsgespr&#228;chs trainieren die Studierenden ihre Sprechfertigkeit. Au&#223;erdem verbessern sie ihre m&#252;ndliche Kommunikationsf&#228;higkeit, indem sie zu einzelnen Aussagen Stellung beziehen. Zus&#228;tzlich vertiefen sie anhand der Arbeit mit Ausschnitten verschiedener Texte und Audios ihre landeskundlichen Kenntnisse.</p>
</sec>
<sec>
<title>4.3 Planung einer Blended Learning-Unterrichtseinheit</title>
<p>Bisher habe ich dargelegt, mit welcher Vorgehensweise welche Ziele verfolgt und welche Inhalte erarbeitet werden sollen. Im Folgenden soll deutlich gemacht werden, wie ich die Unterrichtseinheit anhand des Blended Learning-Konzepts konkret realisiere.</p>
<p>Unter dem Begriff Blended Learning versteht man die Kombination aus klassischen und neuen Organisationsformen, Methoden und Medien: Face-to-Face-Arrangements (wie Seminare und Konferenzen) werden mit asynchronen und synchronen Medienarrangements verkn&#252;pft; Intra-, Internet, <italic>computer-based</italic> und <italic>web-based training</italic>, Audio und Video, Handouts und B&#252;cher haben ihren gleichberechtigten Platz; Selbstlernphasen wechseln mit Situationen, in denen die Lehrperson dominiert, und daneben gibt es Trainer-Lerner, Lerner-Mentoren, Peer-to-Peer oder Team Lernsituationen; kurz: Alles ist m&#246;glich (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B16">Reinmann-Rothmeier 2023: 28</xref>). Laut Arnold et al. (<xref ref-type="bibr" rid="B2">2018</xref>, zitiert nach <xref ref-type="bibr" rid="B17">R&#246;der/R&#252;ger 2023: 61</xref>) steht &#8222;der Begriff Blended Learning daf&#252;r, dass Lernen mit digitalen Medien in virtuellen Lernr&#228;umen erg&#228;nzt oder verbunden wird mit Lernen in Pr&#228;senzveranstaltungen. Wobei die Pr&#228;senz heute auch virtuell hergestellt werden kann, z.B. in Online-Vorlesungen, -Seminaren oder -Tutorien&#8220;. Demzufolge bezeichnet der Begriff die Kombination von herk&#246;mmlicher Pr&#228;senz- und Fernlehre unter Einbeziehung der Neuen Medien zur Gestaltung einer Lernumgebung. In Blended Learning wechseln sich Pr&#228;senz und Onlinephasen regelm&#228;&#223;ig ab, sind inhaltlich und didaktisch sinnvoll miteinander verbunden und bauen aufeinander auf. Die Lehrkraft ist in beiden Phasen pr&#228;sent. Sie begleitet und unterst&#252;tzt die Lernprozesse.</p>
<sec>
<title>4.3.1 Pr&#228;senzphase</title>
<p>Die Pr&#228;senzphase beschreibt den traditionellen Unterricht im Klassenzimmer, sie umfasst 8 Unterrichtseinheiten mit insgesamt 16 Stunden. Dabei treffen sich Lernende und Lehrende an einem bestimmten Ort, um einzelne Themeninhalte gemeinsam zu erarbeiten (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B8">Jandrisits-Radakovit 2021: 5</xref>). Bei der Pr&#228;senzphase dominiert die Interaktion und Kommunikation zwischen Lehrenden und Lernenden. So k&#246;nnen die Teilnehmenden direkt in einen Dialog treten, spontan auf Aussagen anderer reagieren und sich sofort verbales und nonverbales Feedback einholen. Die soziale Interaktion und Kommunikation schafft somit eine Vertrauensbasis, die in weiterer Folge als entscheidender Faktor f&#252;r den Lernerfolg gilt.</p>
<sec>
<title><bold>Phase 1: Die Lehrkraft f&#252;hrt anhand eines Assoziogramms in das Themenfeld ein</bold></title>
<p>Die Lehrkraft f&#252;hrt anhand eines Assoziogramms in das Themenfeld ein. Diese Phase dient der Vorwissensaktivierung und das Ziel ist, Wortschatz zum Themenfeld Landeskunde zu aktivieren und gegebenenfalls zu erweitern. Dabei rufen die Studierenden f&#252;r sie charakteristische Elemente des Musters Landeskunde auf. Die Studierenden sollen sich anschlie&#223;end in Gruppenarbeit mit dem Begriff &#8218;Landeskunde&#8216; besch&#228;ftigen. Sie tauschen sich zu folgender Frage aus:</p>
<list list-type="bullet">
<list-item><p>Welche Themen passen zum Begriff Landeskunde?</p></list-item>
</list>
<p>Zu diesem Zweck verwenden sie W&#246;rterbuch, Laptop mit Internetzugang, Papiere und Stifte. Sie k&#246;nnen ihre Antworten entweder auf K&#228;rtchen schreiben. Anschlie&#223;end werden die Antworten und Vermutungen mit den anderen Studierenden im Plenum geteilt. Im Anschluss vergleichen sie ihre Ergebnisse und finden heraus, was mit den unterschiedlichen Antworten gemeint ist. Die Lehrkraft unterst&#252;tzt bei der Internetrecherche. Ein Assoziogramm k&#246;nnte z.B. so aussehen:</p>
<fig id="F1">
<caption>
<p>Abb. 1: Assoziogramm zum Themenfeld Landeskunde. Quelle: Eigene Darstellung</p>
</caption>
<graphic xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="zif-3832_sansan-g1.png"/>
</fig>
<p>Die Auswahl der landeskundlichen Themen wird den Studierenden h&#246;chstwahrscheinlich nicht leicht fallen, denn in der Landeskunde gibt es kein eindeutiges Kriterium, welche Themen wichtiger als die anderen sind. Die Themen richten sich deshalb eher nach dem geplanten Unterrichtsziel, der bestimmten Unterrichtseinheit und nach der Vorliebe der Lehrerpersonen f&#252;r ein Thema.</p>
</sec>
<sec>
<title><bold>Phase 2: Die Lehrkraft sammelt den Wortschatz zum Thema &#8222;vegane Ern&#228;hrung</bold></title>
<p>Die zweite Phase soll Impulse zur Thematik geben und dadurch Interesse aufbauen und die Lernenden auf die nachfolgende Arbeit einstimmen. Zu diesem Zweck sammelt die Lehrkraft den Wortschatz zum Thema vegane Ern&#228;hrung und die Studierenden tauchen ins Thema ein und machen sich mit wichtigen Begriffen bekannt. Die Lehrkraft schreibt &#8218;vegan&#8216; an die Tafel oder an das Whiteboard. Die Studierenden tauschen sich anschlie&#223;end in Partnerarbeit zu folgender Frage aus:</p>
<list list-type="bullet">
<list-item><p>Was verbinden Sie mit dem Begriff vegan?</p></list-item>
</list>
<p>Eine andere M&#246;glichkeit zu dieser Phase w&#228;re, dass die Lehrkraft ein Tool wie <italic>Mentimeter</italic> nutzt und damit die Antworten der Studierenden erfasst. Abschlie&#223;end werden die Antworten und Vermutungen mit den anderen im Plenum geteilt. Folgende Aufgabe wird gegeben:</p>
<list list-type="bullet">
<list-item><p>Ist vegane Ern&#228;hrung besser f&#252;r das Klima? Warum? Warum nicht?</p></list-item>
</list>
<p>Didaktisch-methodische Hinweise: Die Studierenden legen eine Tabelle an:</p>
<table-wrap id="T2">
<caption>
<p>Tab. 2: Argumente f&#252;r oder gegen <italic>vegane Ern&#228;hrung</italic></p>
</caption>
<table>
<tr>
<td align="left" valign="top"><bold>Studierenden</bold></td>
<td align="left" valign="top"><bold>Gr&#252;nde f&#252;r <italic>vegane Ern&#228;hrung</italic></bold></td>
<td align="left" valign="top"><bold>Gr&#252;nde gegen die <italic>vegane Ern&#228;hrung</italic></bold></td>
</tr>
<tr>
<td align="left" style="background:#F3F3F4;" valign="top"></td>
<td align="left" style="background:#F3F3F4;" valign="top"></td>
<td align="left" style="background:#F3F3F4;" valign="top"></td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top"></td>
<td align="left" valign="top"></td>
<td align="left" valign="top"></td>
</tr>
<tr>
<td align="left" style="background:#F3F3F4;" valign="top"></td>
<td align="left" style="background:#F3F3F4;" valign="top"></td>
<td align="left" style="background:#F3F3F4;" valign="top"></td>
</tr>
</table>
<table-wrap-foot>
<fn><p>Quelle: Eigene Darstellung</p></fn>
</table-wrap-foot>
</table-wrap>
<p>Die Studierenden notieren die Gr&#252;nde f&#252;r und in der Tabelle. Diese k&#246;nnen sowohl von Werbeposts beeinflusst als auch pers&#246;nlicher Natur sein. Die Lehrkraft sammelt anschlie&#223;end alle Gr&#252;nde der Studierenden f&#252;r und gegen die vegane Ern&#228;hrung an der Tafel. Einige Gr&#252;nde sind eventuell nicht eindeutig zuzuordnen und k&#246;nnen in der Mitte der Tabelle notiert werden.</p>
</sec>
<sec>
<title><bold>Phase 3: Bildung der Stammgruppen</bold></title>
<p>In der dritten Phase zeigt die Lehrperson den Studierenden die Unterrichtsmaterialien<xref ref-type="fn" rid="n1">1</xref> f&#252;r die Arbeit in den Gruppen.</p>
<p>Arbeitsblatt 1: Zeitungsartikel: Anders als gedacht: Vegan ist nicht immer &#246;ko oder gut f&#252;r die Umwelt (Zeitungsartikel)</p>
<p>Rund eine Million Menschen in Deutschland leben mittlerweile vegan. In letzter Zeit h&#246;rt man immer &#246;fter, dass vegane K&#252;che besonders gesund und klimaschonend sei. Was auch prinzipiell stimmt. Doch dazu muss man ein paar Regeln beachten.</p>
<p>Arbeitsblatt 2: Dossierartikel: Essen f&#252;rs Klima Was bringt die vegane Ern&#228;hrung f&#252;r den Klimaschutz?</p>
<p>Dieser Text ist Teil eines 6-teiligen Dossiers, in dem verschiedene Aspekte der veganen Ern&#228;hrung beleuchtet werden. In diesem Abschnitt geht es vor allem um die &#246;kologischen Vorteile.</p>
<p>Arbeitsblatt 3: Magazinartikel: Wurst Case Szenario</p>
<p>Da haben wir den Salat: Laut einer neuen Studie soll Fleisch doch klimafreundlicher sein als Gem&#252;se. Weil es nahrhafter ist. Aber wie gehaltvoll sind solche Meldungen?</p>
<p>Arbeitsblatt 4: Blogbeitrag: Veganismus wird das Klimaproblem nicht l&#246;sen &#8211; Stimmt das?</p>
<p>Immer wieder h&#246;re ich das Argument &#8222;Veganismus wird das Klimaproblem nicht l&#246;sen&#8220;. In diesem Artikel m&#246;chte ich dir meine Antwort auf dieses Argument erkl&#228;ren. Du wirst erfahren, warum es nichts weiter als eine schwache Ausrede ist. Auf geht&#8217;s!</p>
<p>Arbeitsblatt 5:Youtube-Video: Ern&#228;hrungswahnsinn | extra 3 | NDR</p>
<p>Es gibt gute Gr&#252;nde, sich bewusst zu ern&#228;hren. Noch mehr als Gr&#252;nde gibt es verschiedene Ern&#228;hrungskonzepte. Fleisch spielt bei den meisten keine Rolle. Man kann es aber auch &#252;bertreiben.</p>
<p>Arbeitsblatt 6: Klimawandel: wie eine pflanzliche Ern&#228;hrung den Planeten sch&#252;tzt.</p>
<p>Hochwasser, Waldsterben, Hitzewellen &#8211; die Auswirkungen des Klimawandels sind bereits sp&#252;rbar. Was die wenigsten wissen: Unsere Ern&#228;hrung ist f&#252;r ein Drittel der globalen Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Das muss nicht sein. Eine klimafreundliche Ern&#228;hrung ist bunt, abwechslungsreich und vor allem: pflanzlich.</p>
<p>Arbeitsblatt 7: Youtube-Video: Vegan ist schlecht f&#252;r die Umwelt</p>
<p>Das Aktivisten-Duo &#8222;Vegan ist ungesund&#8220; besch&#228;ftigt sich mit dem Film &#8222;Cowspiracy&#8220; und den Effekten der Lebensmittelindustrie auf die Umwelt.</p>
<p>Arbeitsblatt 8: Beitrag Deutsche Welle: Vegane Ern&#228;hrung: Gut f&#252;r die Umwelt, schlecht f&#252;r den Menschen?</p>
<p>Viele argumentieren, dass die Reduzierung des Fleischkonsums f&#252;r ein nachhaltigeres Leben n&#246;tig ist. Obwohl vegane Ern&#228;hrung ein weltweiter Trend ist, bleibt sie kontrovers &#8211; vor allem wegen Gesundheitsbedenken.</p>
<p>Jede Gruppe besch&#228;ftigt sich mit einem Text. Jeder Studierende sucht je nach seinem Interesse eine Gruppe. Anschlie&#223;end erkl&#228;rt die Lehrkraft den Studierenden kurz die Aufgaben auf den Arbeitsbl&#228;ttern im Plenum. Die Gruppen stellen Fragen zum Verst&#228;ndnis im Plenum. Wichtig ist, dass alle Arten von Reaktionen gew&#252;nscht sind, auch Unverst&#228;ndnis oder &#220;berraschung sollte ge&#228;u&#223;ert werden d&#252;rfen, da dies hilfreich f&#252;r die weitere Lekt&#252;re sein kann.</p>
<p>Bei der Unterrichtsvorbereitung m&#252;ssen alle Materialien zum Thema vorbereitet werden. Die Studierenden erhalten zu Beginn der Unterrichtseinheit Materialien, in welchen alle Arbeitsschritte und Aufgaben beschrieben sind.</p>
<p>Beim Lesen der ausgew&#228;hlten Texte haben die Studierenden die Aufgabe, die Schl&#252;sselw&#246;rter und die wichtigsten informationstragenden Elemente der Texte zu markieren. Als ersten Schritt des Textverst&#228;ndnisses diskutieren die Studierenden dar&#252;ber, warum sie diesen Text und dieses Video ausgew&#228;hlt haben, und sie begr&#252;nden ihre Auswahl (s. Phase 4). Nach dieser Diskussion bearbeiten die Studierenden als zweiten Schritt Aufgaben zum Textverstehen. Die Studierenden gehen darauf ein, welche W&#246;rter sie im Text als Schl&#252;sselw&#246;rter markiert haben (s. Phase 5).</p>
<p>Die Diskussion &#252;ber die Schl&#252;sselw&#246;rter der Texte erm&#246;glicht einen zweiten Einstieg in das Thema. Nach der inhaltlichen Bearbeitung der Texte ist der n&#228;chste Schritt die sprachliche Bearbeitung. Die Lernenden bearbeiten den Wortschatz der Texte selbstst&#228;ndig, wof&#252;r eine ausf&#252;hrliche Besprechung der M&#246;glichkeiten f&#252;r eine systematische und effektive Wortschatzarbeit wie z.B. Synonyme, Antonyme, Fremdw&#246;rter, Wortfelder, Wortfamilien als Voraussetzung gilt (s. Phase 6). Es wird dabei auch darauf gro&#223;er Wert gelegt, was die hervorgehobenen W&#246;rter im Kontext bedeuten und wie sie im Text funktionieren. Diese Art und Weise der Besch&#228;ftigung mit dem Wortschatz des Textes hat f&#252;r die Herausbildung autonomen Lernverhaltens eine hohe Relevanz.</p>
</sec>
<sec>
<title><bold>Phase 4: Die Studierenden begegnen dem ausgew&#228;hlten Textmaterial und Video erstmalig.</bold></title>
<p>In der vierten Phase begegnen die Studierenden den ausgew&#228;hlten Texten und Videos erstmalig. Diese Begegnung kann auf verschiedene Arten realisiert werden und kann durch die &#196;u&#223;erung und das Festhalten der unmittelbaren Reaktionen der Lernenden abgerundet werden.</p>
<p>In dieser Phase geht es vor allem darum, dass die Lernenden die Anschaulichkeit eines Textes und ein Video in einer von der Lehrkraft bewusst gelenkten Erstbegegnung realisieren und rationalisieren. Wichtig ist, dass alle Arten von Reaktionen gew&#252;nscht sind und Unverst&#228;ndnis oder &#220;berraschung ge&#228;u&#223;ert werden darf, da dies hilfreich f&#252;r die weitere Lekt&#252;re sein kann. Die Gruppen sehen sich die unterschiedlichen Texte und Medien in der &#220;bersicht an. Jede Gruppe w&#228;hlt einen Text bzw. ein Video aus und diskutiert dar&#252;ber. In Gruppen tauschen sich die Studierenden zu diesem Text und Video aus.</p>
<p>Die Lehrkraft formuliert folgende Fragen/Aufgaben:</p>
<list list-type="bullet">
<list-item><p>Sehen Sie sich den Text und das Video in der Gruppe an.</p></list-item>
<list-item><p>Warum haben Sie diesen Text und dieses Video ausgew&#228;hlt?</p></list-item>
<list-item><p>Begr&#252;nden Sie Ihre Auswahl.</p></list-item>
</list>
<p>Die Studierenden formulieren im Anschluss im Plenum folgende Antworten auf die Aufgabenstellungen:</p>
<table-wrap id="T3">
<caption>
<p>Tab. 3: Antworten der Studierenden</p>
</caption>
<table>
<tr>
<td align="left" valign="top"><bold>Gruppen</bold></td>
<td align="left" valign="top"><bold>Argumentationen</bold></td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top" style="background:#F3F3F4;"><bold>Gruppe 1</bold></td>
<td align="left" valign="top" style="background:#F3F3F4;">Uns hat der Zeitungsartikel gefallen, weil&#8230;.</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top"><bold>Gruppe 2</bold></td>
<td align="left" valign="top">Den Dossierartikel finden wir gut, denn&#8230;.</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top" style="background:#F3F3F4;"><bold>Gruppe 3</bold></td>
<td align="left" valign="top" style="background:#F3F3F4;">Der Magazinartikel ist empfehlenswert, weil&#8230;</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top"><bold>Gruppe 4</bold></td>
<td align="left" valign="top">Wir haben den Blogbeitrag gew&#228;hlt, weil&#8230;</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top" style="background:#F3F3F4;"><bold>Gruppe 5</bold></td>
<td align="left" valign="top" style="background:#F3F3F4;">Wir finden das Video interessant, weil&#8230;.</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top"><bold>Gruppe 6</bold></td>
<td align="left" valign="top">Den Link haben wir gew&#228;hlt, weil&#8230;</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top" style="background:#F3F3F4;"><bold>Gruppe 7</bold></td>
<td align="left" valign="top" style="background:#F3F3F4;">Das Youtube-Video hat uns interessiert, weil&#8230;</td>
</tr>
<tr>
<td align="left" valign="top"><bold>Gruppe 8</bold></td>
<td align="left" valign="top">Wir haben den Beitrag von der Deutschen Welle gew&#228;hlt, weil&#8230;.</td>
</tr>
</table>
<table-wrap-foot>
<fn><p>Quelle: Eigene Darstellung</p></fn>
</table-wrap-foot>
</table-wrap>
</sec>
<sec>
<title><bold>Phase 5: Die Studierenden setzen sich vertieft mit allen Dimensionen der Texte auseinander. Dabei sollen sie sich auf die Form, den Inhalt und die Aussagen fokussieren</bold></title>
<p>Die Studierenden sollen sich nicht nur kreativ mit Texten auseinandersetzen, sondern auch lernen, sich in unterschiedliche Rollen hineinzuversetzen. Die Lehrkraft schl&#228;gt mehrere kreative Aufgaben vor, durch die sich die Studierenden erneut mit der Thematik besch&#228;ftigen. Anschlie&#223;end lesen die Studierenden ihre Texte und schauen die Videos/Bilder in Gruppen an und l&#246;sen die Aufgaben.</p>
<p>Didaktisch-methodische Hinweise: Die Studierenden &#228;u&#223;ern ihren eigenen Standpunkt und wirken durch das Verfassen eines eigenen Forumsbeitrags an der Bedeutungskonstruktion in der Fremdsprache mit. Sie k&#246;nnen dabei auf die nachfolgenden Aufgaben aufbauen oder auch neue Aspekte einbringen. Die Studierenden formulieren eine &#220;berschrift f&#252;r ihren Beitrag, positionieren sich zu ihrem Thema und ziehen am Ende ein Fazit.</p>
<p>Lesen Sie die Texte bzw. sehen Sie sich die Videos/Bilder an.</p>
<list list-type="order">
<list-item><p>Diskutieren Sie folgende Fragen
<list list-type="bullet">
<list-item><p>Was verstehen Sie unter veganer Ern&#228;hrung und worin besteht der Unterschied zu anderen vegetarischen Kostformen?</p></list-item>
<list-item><p>Wie viele Menschen ern&#228;hren sich in Deutschland vegan?</p></list-item>
<list-item><p>Gibt es kritische N&#228;hrstoffe bei veganer Ern&#228;hrung?</p></list-item>
<list-item><p>Was sollten diejenigen beachten, die sich vegan ern&#228;hren m&#246;chten?</p></list-item>
</list></p></list-item>
<list-item><p>W&#228;hlen Sie zwei der folgenden Aufgaben zur Bearbeitung aus
<list list-type="bullet">
<list-item><p>Markieren Sie die aus Ihrer Sicht wichtigsten Begriffe und kommentieren sie.</p></list-item>
<list-item><p>Welche Argumente werden f&#252;r bzw. gegen vegane Ern&#228;hrung genannt?</p></list-item>
<list-item><p>Welche Absicht verfolgt der Autor bzw. die Autorin des Textes und woran kann man sie erkennen?</p></list-item>
<list-item><p>Die Lehrkraft unterst&#252;tzt, wenn n&#246;tig, stellt Fragen und gibt Hinweise</p></list-item>
<list-item><p>Abschlie&#223;end pr&#228;sentiert jede Gruppe ihre Ergebnisse (8 Pr&#228;sentationen) im Plenum.</p></list-item>
<list-item><p>Die Studierenden stellen Fragen.</p></list-item>
<list-item><p>Die Lehrkraft kommentiert den Inhalt der Pr&#228;sentationen.</p></list-item>
<list-item><p>Die Lehrkraft antwortet auf die Fragen der Gruppen.</p></list-item>
</list></p></list-item>
</list>
</sec>
<sec>
<title><bold>Phase 6: Die Lehrkraft &#252;berpr&#252;ft die Ergebnisse</bold></title>
<p>Die sechste Phase dient dazu, die bisherigen Erkenntnisse durch die Zusammenfassung der Texte zu &#252;berpr&#252;fen. Die Studierenden tauschen sich in den Gruppen &#252;ber die Texte aus. Anschlie&#223;end fassen sie wichtige Argumente ihrer Texte in eigenen Worten zusammen. Dazu werden folgende Aufgaben/Fragestellungen formuliert:</p>
<list list-type="order">
<list-item><p>Fassen Sie die aus ihrer Sicht wichtigsten Argumente Ihrer Texte in eigenen Worten zusammen.
<list list-type="bullet">
<list-item><p>Tauschen Sie sich in der Gruppe &#252;ber die Texte aus.</p></list-item>
<list-item><p>Welche Texte haben Sie gelesen/angesehen?
<list list-type="simple">
<list-item><p>&#10003; Was fanden Sie interessant?</p></list-item>
<list-item><p>&#10003; Was hat Sie irritiert?</p></list-item>
<list-item><p>&#10003; Haben Sie etwas Neues erfahren?</p></list-item>
<list-item><p>&#10003; Erg&#228;nzen Sie ihre Mindmap</p></list-item>
</list></p></list-item>
</list></p></list-item>
<list-item><p>Mit welchen sprachlichen Mitteln werden die Werbespots geschrieben?</p></list-item>
</list>
<p>Jede Gruppe hat f&#252;r ihr Thema eine Spalte und kann ihre Ergebnisse posten. Abschlie&#223;end erkl&#228;rt die Lehrkraft neue W&#246;rter und grammatische Strukturen, die die Studierenden noch nicht verstanden haben.</p>
</sec>
</sec>
<sec>
<title>4.3.2 Onlinephase</title>
<p>Die Studierenden trainieren in der Onlinephase (4 UE / 8 Stunden) in Einzelarbeit die Inhalte aus dem Pr&#228;senzunterricht. Sie verfassen schriftliche Texte und bereiten m&#252;ndliche Beitr&#228;ge vor. Auch Gruppen oder Partnerarbeit finden ihren Platz in der Onlinephase, wenn die Lernenden z.B. gemeinsam Glossare erstellen, Argumente f&#252;r Diskussionen oder Rollenspiele sammeln oder nach der Recherche eine Pr&#228;sentation entwerfen.</p>
<p>Im ersten Teil dieser Phase arbeiten die Studierenden weiter an dem Padlet und werden die Ergebnisse der anderen Gruppen sichten und kommentieren.</p>
<p>Der Arbeitsauftrag lautet: Schauen Sie sich Ergebnisse anderer Gruppen an und kommentieren Sie mindestens zwei Ergebnisse. Gehen Sie dabei auf folgende Fragen ein:</p>
<list list-type="bullet">
<list-item><p>Was finden Sie so gut und interessant</p></list-item>
<list-item><p>Welche Fragen haben Sie an die Gruppe?</p></list-item>
<list-item><p>Was hat Ihnen gefallen?</p></list-item>
<list-item><p>Was erfahren Sie zu dem Thema?</p></list-item>
</list>
<p>In der finalen Phase des Transfers und der Reflexion soll verdeutlicht werden, dass die Studierenden selbst an fremdsprachigen Diskursen partizipieren. Sie erstellen selbst Texte in schriftlicher Form und bearbeiten dabei ein Projekt. Speiser (<xref ref-type="bibr" rid="B18">2012: 67</xref>) und Karar (<xref ref-type="bibr" rid="B9">2019: 34</xref>) betrachten die Projektarbeit als eine offene und zielgerichtete Lernform, die Zeit braucht, die Kompetenzen der Studierenden st&#228;rkt und an deren Ende in vorzeigbares Produkt stehen sollte. Im Zusammenhang damit f&#252;hren die Studierenden ein fiktives Interview zum Thema &#8218;vegane Ern&#228;hrung&#8216;. Die Studierenden formulieren Fragen, die sie zum Thema stellen m&#246;chten und &#252;ber das Interview mit verteilten Rollen. Die Gruppenmitglieder reagieren und antworten. Wichtig ist, dass die Studierenden sich mit Positionen anderer auseinandersetzen und so ein besseres Verst&#228;ndnis f&#252;r andere Empathief&#228;higkeit entwickeln. Sie schulen au&#223;erdem die F&#228;higkeit des Perspektivwechsels, indem sie nicht ihre eigene Meinung, sondern die ihrer Rolle vertreten. Dazu m&#252;ssen sie die Inhalte der Texte selbstst&#228;ndig erarbeiten (Textverst&#228;ndnis) und daraus sinnvolle Fragen und Antworten entwickeln. In jeder Gruppe nimmt eine Person die Rolle des Interviewers und die andere die Rolle des Interviewten ein. Der Interviewer versucht nun, in kurzer Form auf der Basis des Textes Fragen f&#252;r seine Partner zu formulieren, auf die dieser nun in der Form des Interviews antwortet.</p>
<p>Folgende Fragen k&#246;nnen die Interviewer stellen:</p>
<list list-type="bullet">
<list-item><p>Seit wann ern&#228;hren Sie sich vegan?</p></list-item>
<list-item><p>Wieso haben Sie sich f&#252;r eine vegane Ern&#228;hrung entschieden?</p></list-item>
<list-item><p>Was hat sich seit der Umstellung verbessert? Verschlechtert?</p></list-item>
<list-item><p>Wie genau achten Sie auf eine vegane Ern&#228;hrung? Wo setzen f&#252;r sich die Grenzen im Alltag?</p></list-item>
<list-item><p>Warum w&#252;rden Sie eine vegane Ern&#228;hrung weiterempfehlen?</p></list-item>
<list-item><p>Wie reagieren Freunde oder Bekannte darauf?</p></list-item>
<list-item><p>Haben Sie in Ihrem Umfeld jemanden dazu bewegt, vegan zu werden?</p></list-item>
<list-item><p>Wie sieht die finanzielle Seite aus? Empfinden Sie die vegane Lebensweise als teurer?</p></list-item>
</list>
<p>Die Lehrkraft erkl&#228;rt den Studierenden, wie Projektarbeit abl&#228;uft, und sammelt gemeinsam mit den Studierenden Ideen f&#252;r das Projekt. Die Studierenden planen in Gruppen ihr Projekt. Die Studierenden laden ihre Ergebnisse im Padlet hoch.</p>
</sec>
</sec>
</sec>
<sec>
<title>5 Herausforderungen f&#252;r die Implementierung des Moduls 9 an der Universit&#233; de Lom&#233;</title>
<p>F&#252;r die Implementierung des Studienmoduls 9 m&#252;ssen technische Voraussetzungen, wie eine gut funktionierende Infrastruktur, gegeben sein. Des Weiteren m&#252;ssen die Studierenden aber auch die Lehrenden einem Internetzugang auch &#252;ber ein mobiles Endger&#228;t verf&#252;gen, um Zugriff auf die Lernplattform von Dhoch3 und die digitalen Materialien zu erlangen. Au&#223;erdem muss der Klassenraum entsprechend ausgestattet sein. Um erfolgreich an der asynchronen Onlinephase teilzunehmen, m&#252;ssen die Studierenden und Lehrkr&#228;fte &#252;ber entsprechende technische Kompetenzen verf&#252;gen. Wenn sie &#252;ber diese Kompetenzen nicht verf&#252;gen und sie z.B. in der Onlinephase von zu Hause aus arbeiten und ggf. mit der technischen Ausstattung &#252;berfordert sind, kann das gesamte Projekt scheitern. Dar&#252;ber hinaus birgt der Blended Learning Kurs auch auf der inhaltlichen Ebene einige Herausforderungen. So m&#252;ssen bei der Konzeption des Kurses immer die individuellen Voraussetzungen der Lernenden beachtet und Materialien entsprechen aufbereitet und differenziert werden. Auch muss in die Planung mit einbezogen werden, ob die Studierenden bereits Erfahrungen mit dem selbstregulierten Lernen gemacht haben und ob dies entsprechend gef&#246;rdert und unterst&#252;tzt werden sollte. Auch die Lehrkraft wird mit ihrer neuen Rolle im Blended Learning Kurs vor Schwierigkeiten und Herausforderungen gestellt.</p>
<p>Die Implementierung des Dhoch3-Studienmoduls 9 in das Germanistikstudium stellt aber der Germanistikabteilung der <italic>Universit&#233; de Lom&#233;</italic> vor eine gro&#223;e Herausforderung. Im Sinne der Implementierung des Moduls sind digitale Technologien und technischen Kompetenzen notwendig. Es l&#228;sst sich jedoch feststellen, dass die Verwendung der digitalen Technologien an der <italic>Universit&#233; de Lom&#233;</italic> bislang problematisch ist. Im Zusammenhang damit hat der Bericht, z.B. von Leube und Sansan (<xref ref-type="bibr" rid="B11">2023: 179</xref>) gezeigt, dass ein E-Learning-Konzept erst w&#228;hrend der COVID-19-Pandemie in den Jahren 2020 und 2021 an der <italic>Universit&#233; de Lom&#233;</italic> eingef&#252;hrt wurde, das an den sozio&#246;konomischen Kontext der Lehrenden und Lernenden kaum angepasst war und bestehende Ungleichheiten verst&#228;rkt hat. Aber schon lange davor wurde eine digitale Lernplattform (<italic>R&#233;seau social et collaboratif de l&#8217;Universit&#233; de Lom&#233; RESCOUL</italic>) zur Bereitstellung von Seminar- und Unterrichtsmaterialen zwar 2018 eingef&#252;hrt, aber de facto von vielen Lehrenden nicht verwendet. Die gr&#246;&#223;te Herausforderung bei der Implementierung des Dhoch3-Moduls 9 an der <italic>Universit&#233; de Lom&#233;</italic> waren meiner Ansicht nach die digitalen Technologien. Dazu geh&#246;ren die Internetverbindung f&#252;r synchronen Onlineunterricht, die Endger&#228;te wie Laptop, Smartphone (vgl. <xref ref-type="bibr" rid="B11">Leube/Sansan 2023: 181</xref>). Eine weitere Herausforderung, auf die die Studierenden, aber auch Lehrenden bei der Implementierung des Moduls an der Universit&#228;t sto&#223;en werden, ist die technischen Kompetenzen. Viele Lernende und Lehrende verf&#252;gen nicht &#252;ber die notwendigen technischen Kompetenzen, um die vorhandenen Funktionalit&#228;ten der Moodle-Plattform nutzen zu k&#246;nnen (vgl. ebd.).</p>
<p>Bei diesen genannten Herausforderungen f&#252;r die Implementierung des Dhoch3-Moduls 9 in Togo wird daf&#252;r pl&#228;diert, dass der DAAD die Implementierungsprozesse des Moduls an der <italic>Universit&#233; de Lom&#233;</italic> begleitet (s. Punkt 5.2).</p>
</sec>
<sec>
<title>6 Vorschl&#228;ge f&#252;r Implementierung des Studienmoduls 9 in Togo</title>
<p>Vorschl&#228;ge f&#252;r die erfolgreiche Implementierung des Dhoch3-Moduls 9 in das Curriculum des Germanistikstudiums an der <italic>Universit&#233; de Lom&#233;</italic> sind die folgenden Ma&#223;nahmen:</p>
<sec>
<title>6.1 Vorschl&#228;ge f&#252;r die Universit&#228;t de Lom&#233;</title>
<p>Viele der Materialien im Modul 9 sind sowohl f&#252;r Bachelor- als auch f&#252;r Masterstudierende von Deutschen als Fremdsprache geeignet. An vielen Stellen findet man wissenschaftliche Texte im Original, die sprachlich herausfordernd sein k&#246;nnen. F&#252;r die wissenschaftliche und forschungsorientierte Auseinandersetzung mit dem Thema Kultur und Landeskunde halten die Autorinnen und Autoren es f&#252;r wichtig, auch die Arbeit mit dem wissenschaftlichen Text einzubeziehen und diese nicht zu verf&#228;lschen. Das Modul bietet bei der Textlekt&#252;re Unterst&#252;tzung in vor allem drei Formen:</p>
<list list-type="bullet">
<list-item><p>durch die Bereitstellung zus&#228;tzlicher Aufgaben als Lekt&#252;reschl&#252;ssel, lekt&#252;releitende Fragen und Fokus auf wichtige Begriffe,</p></list-item>
<list-item><p>durch die Auswahl von Textausschnitten und Hinweise dazu, welche Textteile weniger wichtig sind,</p></list-item>
<list-item><p>durch die Erg&#228;nzung mit kurzen, f&#252;r Dhoch3 produzierten Infotexten, die besonders wichtige Inhalte verst&#228;ndlich zusammenfassen.</p></list-item>
</list>
<p>Zur inhaltlichen Verst&#228;ndnissicherung beginnt au&#223;erdem jedes Kapitel mit einer Einstiegsaufgabe, die pers&#246;nliche Assoziationen und Vorwissen aktiviert.</p>
<p>In diesem Zusammenhang wird vorgeschlagen, dass das Modul 9 sowohl f&#252;r Bachelor- als auch f&#252;r Masterstudierende eingesetzt werden kann. Daher k&#246;nnen das Thema 1 <italic>Sprache und Kultur</italic> und das Thema 5 <italic>Exemplarische Inhalten</italic> im Bachelorstudium angeboten werden. Die Themen 2 <italic>Landeskunde und Interkulturalit&#228;t</italic>, 3 <italic>Grundbegriffe der Kulturstudien</italic>, 4 <italic>Unterrichten mit diskursiver Landeskunde</italic> und 6 <italic>Forschungspraxis der Kulturstudien</italic> k&#246;nnen im Masterstudium eingef&#252;hrt werden.</p>
<p>Das Modul 9 erfordert das Sprachniveau B2. Die meisten Deutschlernenden in Togo entdecken die deutsche Sprache erst im Gymnasium.<xref ref-type="fn" rid="n2">2</xref> In diesem Sinn fehlt ihnen viel im ersten Semester des Bachelorstudiums an Wortschatz und grammatischen Kenntnissen. So f&#252;hlen sie sich bei der Verwendung dieser Sprache insbesondere beim Sprechen nicht wohl. Deshalb sollten Intensivsprachkurse f&#252;r Studierende eingef&#252;hrt werden, um m&#246;glichst schnell die sprachlichen Voraussetzungen f&#252;r Dhoch3 zu erreichen und die Entwicklung von fachlich aktuellen Forschungsprogrammen zu erm&#246;glichen, in denen die Studierenden eine sprachkompetente Auseinandersetzung mit einer auf dem neusten Stand gehaltenen Fachliteratur haben.</p>
</sec>
<sec>
<title>6.2 Vorschl&#228;ge f&#252;r den Deutscher Akademischer Austauscher Dienst (DAAD)</title>
<p>Es wird vorgeschlagen, dass der DAAD die Implementierungsprozesse des Moduls an der <italic>Universit&#233; de Lom&#233;</italic> begleitet. Im Zusammenhang damit k&#246;nnen Workshops zum methodisch-didaktischen Konzept von Dhoch3-Modul 9 durch Autorinnen und Autoren nach Absprache mit dem DAAD angeboten werden. Es w&#228;re auch sinnvoll, Einf&#252;hrungskurse f&#252;r die Studierenden sowie f&#252;r die Dozierende zum Dhoch3-Programm im internationalen Kontext zu organisieren. Empfehlenswert w&#228;re dar&#252;ber hinaus, Sprachlabore mit dem Dhoch3-Programm durch den DAAD auszustatten. Eine andere Option w&#228;re, den Kursraum mit Endger&#228;ten wie z.B. Smartphones, Tablets oder Laptops auszustatten. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass mobile und flexibel einsetzbare Ger&#228;te f&#252;r den Unterricht am besten geeignet sind. Die Nutzung von eigenen Smartphones, Tablets oder Laptops im Unterricht er&#246;ffnet den Studierenden technische M&#246;glichkeiten zum Lernen, die sich eng an ihrer Lebenswirklichkeit orientieren. Da die privaten Ger&#228;te innerhalb des Unterrichts zur Verf&#252;gung stehen, ist ein r&#228;umlich und zeitlich flexibles Arbeiten m&#246;glich. Grunds&#228;tzlich ben&#246;tigen auch die Lehrkr&#228;fte Zugriff auf eigene Endger&#228;te, um die Pr&#228;sentationstechnik anzusteuern und um Unterrichtsinhalte vor- und nachzubereiten, welche die Studierenden mit den Endger&#228;ten f&#252;r Lernende nutzen und erstellen.</p>
</sec>
</sec>
<sec>
<title>7 Schluss</title>
<p>Es geht in diesem Beitrag darum, Dozentinnen und Dozenten des Germanistikstudiums in Togo zu ermuntern, mit Landeskunde etwas anders zu arbeiten, als sie das vielleicht bisher gemacht haben. Die Materialien des Dhoch3-Moduls unterst&#252;tzen Studierende und Lehrende als begleitendes Kursangebot in der Vorbereitung, Durchf&#252;hrung und Reflexion von Unterrichtspraktika. Es ist sinnvoll zu erw&#228;hnen, dass landeskundliche Lernmodule im Curriculum des Germanistikstudiums existierten. Das Studienmodul 9 kann einzeln oder in Kombination mit den bestehenden Studieng&#228;ngen integriert oder zum Aufbau neuer Ausbildungsg&#228;nge genutzt werden.</p>
</sec>
</body>
<back>
<fn-group>
<fn id="n1"><p>Alle Lernmaterialien, die hier zum Thema &#8218;Essen&#8216; genannt werden, werden unter dem Titel: <xref ref-type="bibr" rid="B21">Baustein 2</xref>: Materialien f&#252;r die Lehr- und Lernpraxis und unter folgendem Link gespeichert: <ext-link ext-link-type="uri" xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xlink:href="https://moodle.daad.de/course/view.php?id=3725#anker9">https://moodle.daad.de/course/view.php?id=3725#anker9</ext-link>.</p></fn>
<fn id="n2"><p>In anderen frankophonen L&#228;ndern wie in der C&#244;te d&#8217;Ivoire, in Burkina Faso und Benin entdecken die Lernenden die deutsche Sprache schon in der 3. Klasse der Sekundarstufe I (Classe de 4<sup>&#232;me</sup>).</p></fn>
</fn-group>
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<title>Literatur</title>
<ref id="B1"><mixed-citation publication-type="book"><string-name><surname>Altmayer</surname>, <given-names>Claus</given-names></string-name>; <string-name><surname>Hamann</surname>, <given-names>Eva</given-names></string-name>; <string-name><surname>Magosch</surname>, <given-names>Christine</given-names></string-name>; <string-name><surname>Caterina</surname>, <given-names>Mempel</given-names></string-name>; <string-name><surname>Vondran</surname>, <given-names>Bj&#246;rn</given-names></string-name> &amp; <string-name><surname>Zabel</surname>, <given-names>Rebecca</given-names></string-name> (Hrsg.) (<year>2023</year>): <source>Mitreden. Diskursive Landeskunde f&#252;r Deutsch als Fremd- und Zweitsprache</source>. <publisher-loc>Stuttgart</publisher-loc>: <publisher-name>Ernst Klett Sprachen</publisher-name>.</mixed-citation></ref>
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<sec>
<title>Kurzbio</title>
<p><bold>Dr. Bissitena Sansan</bold> unterrichtet seit mehr als 10 Jahren Deutsch als Fremdsprache am Gymnasium. Er studierte Germanistik in Togo und Burkina Faso. Er promoviert am 26.04.2024 an der Universit&#233; de Lom&#233; &#252;ber das Thema: &#8222;Zum Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) im Deutschunterricht in Togo. Bestandsaufnahme, Herausforderungen und L&#246;sungsans&#228;tze. Seine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte sind Methodik/Didaktik DaF, Literaturdidaktik, Digitalisierung im Unterricht, Projektarbeit und kreatives Schreiben im Fremdsprachenunterricht.</p>
<p><styled-content style="text-align: right; display: block; line-height: 0.2"><bold>Anschrift:</bold></styled-content></p>
<p><styled-content style="text-align: right; display: block; line-height: 0.2">Universit&#233; de Lom&#233;</styled-content></p>
<p><styled-content style="text-align: right; display: block; line-height: 0.2">Deutschabteilung</styled-content></p>
</sec>
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